
Kirche im Norden
Lübeck, 10. Juli 2008
Der mit Spannung erwartete Mitarbeitertag
zur
Nordkirche liegt hinter uns,und man
kann sagen:
Er war
ein voller Erfolg!
Die Präsenz von über 600 Beschäftigten aus
Ost und West
war beeindruckend und machte deutlich:
Nordkirche gibt es nicht
ohne uns.
Die Kolleginnen und Kollegen der pommerschen
Landeskirche
waren übrigens gemessen an ihrer Mitarbeitergesamtzahl
prozentual
am stärksten vertreten obwohl sie den weitesten
Anfahrtsweg hatten. Bis zum
Schluss der Veranstaltung wurde
engagiert und sachbezogen diskutiert.
Alle konnten erleben, dass die Vertreterinnen
und Vertreter der Leitungsebene sowohl bei der Information als auch bei der
Podiumsdiskussion intensiv und sehr kritisch hinterfragt wurden. Dabei spielte
die Sorge um den/die Arbeitsplatz/Plätze die größte Rolle. Die Antwort: „Bis
zur Beschlussfassung Anfang 2009 ist noch nichts entschieden, für die landeskirchlichen
Beschäftigten wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben" überzeugte
nicht.
"Auch für die Kolleginnen und Kollegen in den
Gemeinden und Kirchenkreisen muss es einen Schutz vor den Auswirkungen des Finanztranfers
im Rahmen der Nordkirche geben"so Michael Koch, Vorsitzender des Gesamtausschusses Nordelbien. Die Beteiligung der
landeskirchlichen Gesamtausschüsse und ihrer Diakonie in den
Planungsgruppen und den Synoden wurde nachdrücklich verlangt.
Einhellig war die Forderung nach einem
Tarifvertrag für die Nordkirche, ausgehandelt mit unabhängigen Gewerkschaften.
Die Kirchengemäßheit des „2. Weges " unterstützte Professor Hengsbach in seinem
Referat zur fairen und gerechten Arbeitsrechtsregelung auf Augenhöhe in sehr überzeugender
und eindrücklicher Weise.
Auf dem Podium waren nur die
Landeskirchen Mecklenburg und Nordelbien vertreten, aus Pommern wurde leider nur ein Brief vom Bischof verlesen.
Die Podiumsdiskussion ergab im Fazit, dass
ein kirchlicher Sonderweg (sog. 3. Weg ohne unabhängige
Gewerkschaftsbeteiligung) aus nordelbischer Sicht undenkbar ist. Oberkirchenrat
Flade aus Mecklenburg als Vertreter des 3. Weges hatte es bei
dieser Diskussion nicht leicht, blieb aber sachlich und humorvoll.
Die
3 Gesamtausschussvorstände bedanken sich bei allen Beteiligten, Teilnehmerinnen
und Teilnehmern. Es war ein guter Start aus den eigenen Reihen für die weitere
Diskussion bis zur Entscheidung im Februar 2009.
Wir konnten mit
großer Zahl deutlich machen:
Nicht
ohne uns! Wir mischen uns ein! ...und das ist gut so!
Die
Gesamtausschussvorstände PEK, ELLM und NEK im Juli 2008
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